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Jugendliche aus Ebersberg

Ich bin im Jahre 1986 geboren und meine Mutter starb als ich noch ganz klein war. Mein Vater heiratete wenige Jahre später eine Frau , mit der meine Schwester und ich nicht klar kamen. Einige Jahre später zogen meine Schwester und ich zu Pflegeeltern, weil wir mit der Stiefmutter nicht zurecht gekommen sind.


Bei den Pflegeeltern lebten wir ungefähr fünf Jahre und mit der Volljährigkeit zogen wir beide zusammen weitere vier Jahre. Dann zog ich zu einer Freundin und meine Schwester zog in die Nähe ihrer neuen Arbeitsstelle.


Aufgrund dieser schwierigen Familiensituation sind wir dankbar, dass wir eine persönliche Unterstützung bekamen. Dadurch können wir Probleme besprechen oder behördliche Anleigen erledigen. Durch den regelmäßigen Kontakt haben wir eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut. Unser Treffen findet alle 2 - 3 Wochen statt.


Es ist ein gutes Gefühl, so eine Unterstützung zu haben.

Ganz liebe Grüße


Jugendliche aus Aßling

Es bringt mir wirklich viel, dass uns die K. von der Brücke empfohlen wurde. Es ist gut, einen Menschen zu haben, mit dem man über alles reden kann, z. B. über die Schule und über Eltern. Und ich finde es echt cool, dass wir uns mit der K. so gut verstehen und ihr vertrauen können. Für unsere Gespräche treffen wir uns meist in Snackbars, um dort in Ruhe die Probleme diskutieren zu können.


Beim ersten Treffen mit der K. war unser Hauptthema unser Dad. Eins unserer Probleme mit ihm war, dass er nach der Arbeit immer ziemlich angepisst war und uns immer angemotzt hat. Alle paar Wochen machen wir zusammen mit der K. und unserem Dad ein Treffen, in dem wir über die Probleme reden. Die K. hat ihm dann die Situation aus unseren Augen erklärt, weil er uns immer missversteht, und anscheinend hat er sich das zu Herzen genommen. Selbst wenn er mal länger arbeiten musste, ist er zurzeit netter drauf als früher. Da ist jetzt echt eine bessere Atmosphäre, er motzt uns nicht an, also sind wir auch nicht angepisst.


Die K. hat uns auch bei dem Problem "nach der Party abholen" geholfen. Es ist nämlich so, dass unser Dad es nicht grad so toll fand uns spät nach der Party abzuholen, weil wir nicht allein nach Hause fahren durften. Das hat ziemlich genervt, vor allem konnte ich dann zu manchen Partys nicht, weil wie gesagt keiner mich abholen konnte. Wir haben mit der K. die Lösung gefunden, dass uns unser Dad einmal im Monat abholen muss, ich einmal bei meiner Freundin übernachte und einmal mit meiner Schwester nach Hause fahre. Aber das Schlimmste war immer noch, dass wir jeden Freitag mit ihm beim Tengelmann einkaufen mussten, mit ihm am Wochenende kochen mussten und immer mit ihm essen mussten. Es gibt nichts Peinlicheres als von anderen Jugendlichen dabei gesehen zu werden, wie man gerade mit einem fetten Einkaufskorb hinter seinem Dad herdackelt. Vor allem haben viele meiner Freunde am Freitagabend was zusammen unternommen und ich konnte natürlich nicht mit, weil ich ja einkaufen musste. Und man fühlt sich einfach scheiße, wenn man mit seinem Dad kochen und immer die Petersilie zupfen muss. Und es macht mich einfach aggressiv, wenn ich mit meinem Dad essen muss, weil er so ewig braucht. Auf jeden Fall haben wir das der K. erzählt und sie meinte, wir sollen ihm das klarmachen, dass wir schon selbständig sind und auch für uns selber einkaufen und kochen können. Nach einer Diskussion sagte er, dass wir es mal probieren könnten. Naja und bis jetzt hat das auch super geklappt, wir kaufen jetzt allein unser Zeug ein, kochen für uns selber und müssen auch nicht mehr so oft mit ihm essen. Das ist auf jeden Fall ein Erfolg und ich bin dadurch auch nicht mehr so oft genervt.


Aber nicht nur wenn es um unseren Dad geht, ist uns die K. behilflich, auch in Schulsachen oder einfach allgemein bei Problemen. Zum Beispiel weiß sie, wo man sich Informationen über die Schule, auf die ich gehen will, herholen kann und gibt mir Telefonnummern vom BIZ für Berufsberatungstermine. Oder für bestimmte Sachen, die ich wissen muss, erkundigt sich die K. für mich. Durch ihre Hilfe bin ich auch allgemein aktiver geworden und greife die Sachen gleich an, anstatt sie vor mir her zu schieben. Früher konnte ich mich nicht so richtig aufraffen, irgendwas zu unternehmen, doch die Treffen mit der K. haben mich wachgerüttelt und ermutigt, mehr wegzugehen und mit Freunden zu machen.


Also mein Ziel für die Zukunft ist, dass ich es schaffe, zusammen mit der K. mein Leben besser in den Griff zu kriegen und mich auch mehr durchsetzen zu können.


Danke K. für deine Unterstützung!


Jugendlicher aus Kirchseeon

Ich war 17 Jahre alt, als ich ausziehen musste. "Ich ziehe bald in eine neue Wohnung und dort ist kein Platz für dich", war die einzige Erklärung, die mir meine Mutter gegeben hatte.


Meine Eltern haben sich in ihrer Ehe mehrmals getrennt, zum letzten Mal als ich 17 geworden bin. Mein Vater ist ausgezogen und meine Mutter, mein Bruder und ich wohnten weiterhin in unserem Haus. Eigentlich sollte die Trennung und die darauffolgende Scheidung den Streit in unserer Familie verringern, er ist aber nur übergesprungen:


Es gab weniger Streit zwischen meinen Eltern, dafür aber mehr zwischen meiner Mutter und mir. Mir wurden Schimpfwörter an den Kopf geworfen, die ich lieber nciht näher bezeichne, trotz der Unterstützung, die ich für meine Mutter und meinen Bruder sein wollte. Morgens früh aufstehen, mich mit schrecklichen Lehrern auseinander setzen, danach zuhause stundenlang auf meinen Bruder aufpassen, nur um danach ins Gesicht gesagt zu bekommen, dass ich ein schrecklicher Sohn und Bruder sei.


Ich hatte die Wahl zu meinem Vater zu ziehen oder in eine eigene Wohnung. Da ich mir geschworen hatte, die Schule vor dem Abitur nicht noch einmal zu wechseln, entschied ich mich für die eigene Wohnung.


Ich bin dann mit meinen Eltern zum Jugendamt gegangen, denen wir die Situation geschilder haben (nicht ohne einen weiteren Streit vom Zaun zu brechen). Wir wurden dann zur "Brücke" geschickt. Dort wurde mir erklärt, dass sie mich unterstützen können. "Begleitetes Wohnen" nennt sich das. Zuerst einmal die Woche, danach alle zwei Wochen hat meine Betreuerin mich besucht und mir beim Alltag geholfen: Einkaufen, Geld einteilen, Rechnungen bezahlen. Nicht zu vergessen von dem Mietzuschuss, ohne den ich nur vom Kindergeld hätte leben müssen. Ich konnte auch jederzeit anrufen, wenn es Probleme mit der Schule oder meinen Eltern gab, was ich leider auch oft machen musste. Ärger mit den Lehrern, Rechnungen, die eigentlich an meinen Vater adressiert sein sollten, Mahnungen. Andere haben sich in diesem Alter um ihre Noten gesorgt: Eine 3 im Zeugnis war ein Weltuntergang. Ich habe versucht, mich auch in das normale Schülerleben hineinzuversetzen, allerdings ist mir das nicht gelungen. Ich habe mir Sorgen um die nächste Telefonrechnung gemacht, habe an allen Ecken gespart, nur um das Geld auf meinem Konto zu haben, oder überlegt, wir ich eine Woche mit 10 € überbrücken kann. Jeder Schulausflug war ein Horror, ich habe mich nicht mehr darauf freuen können. Mein Kopf war nur damit gefüllt, dass der Ausflug mich wieder 20 € für die S-Bahn-Fahrkarte und Eintritt kostet.


Allerdings ging es mir mit der Zeit besser. Ich habe von der Brücke öfters Zuschüsse bekommen, wenn eine größere Ausgabe angefallen ist, z. B. ein Stuhl oder ein neuer Mantel für mein Fahrrad. Ich habe gelernt mein Geld besser einzuteilen.


Nun bin ich 21, habe mein Abitur geschafft und fange in nicht einmal einer Woche ein 6-monatiges Praktikum als Programmierer an, um mich auf mein Informatikstudium im nächsten Jahr vorzubereiten.


Jugendliche aus Zorneding

K. von der Brücke Ebersberg übernahm im Juni 2008 meine Betreuung, nachdem ich in einem Gespräch mit meinen Eltern im Jugendamt in Tränen ausgebrochen bin. Mein Vater hatte eine Frau aus Berlin geheiratet und beschlossen, ein neues Leben mit ihr aber ohne mich zu beginnen.


Der Grund dafür waren mehrere Auseinandersetzungen zwischen seiner Frau und mir, und er war der Meinung, ein Leben mit uns beiden würde er nicht aushalten. Deshalb wollte er schon 2 Monate später ausziehen und mir in Zukunft so wenig Unterhalt zahlen wie möglich. Für die erste Zeit wollte er auch den Kontakt zu mir abbrechen. Wie mein Leben mit 16 Jahren nun weitergehen sollte, war ihm nicht ganz klar. Auch wollte er sich nicht großartig damit auseinandersetzen. Eine eigene Wohnung zu suchen wäre das Beste, meinte er.


Zu diesem Zeitpunkt besuchte ich noch die 10. Klasse der Realschule. Die Abschlussprüfung stand kruz bevor und ich war überfordert mit der Gesamtsituation. Ich hatte weder eine Ausbildung noch eine Wohnung. Ich fühlte mich noch nicht bereit, so viel Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen und zu entscheiden, wie meine Zukunft aussehen soll. Ohne eine Familie, die mir den Weg weist.


Zu Beginn wehrte ich mich noch gegen meinen Vater und wollte ihn überreden, mich noch bei sich zu behalten bis ich volljährig bin. Irgendwann merkte ich jedoch, dass es sinnlos war. Bei dem ersten Gespräch mit K. war mein Vater noch dabei. Wir überlegten gemeinsam, was die beste Lösung für mich wäre und gingen verschiedene Varianten durch. Meinem Vater ging es dabei größtenteils darum, wenig Verantwortung zu tragen und wenig Geld zu zahlen.


Während meiner Abschlussprüfung erkundigte sich K. regelmäßig, ob alles in Ordnung sei und unterstützte mich soweit es ging. Zu wissen, nun jemanden zu haben, der auf meiner Seite steht und mich verteidigt, half mir den Abschluss erfolgreich zu bestehen und kurz darauf auch einen Ausbildungsplatz als Kauffrau für Bürokommunikation zu finden. Da ich aber immer noch keine Wohnung gefunden hatte, musste ich vorübergehend zu meiner Großmutter ziehen, die mir dann gemeinsam mit K. half, eine Wohnung zu finden. Mittlerweile war ich 17 Jahre alt. Doch einen Vermieter zu finden, der ein junges Mädchen im ersten Lehrjahr und wenig Lebensunterhalt in seine Wohnung läßt, war komplizierter als gedacht. Glücklicherweise fand K. ein passendes Zimmer in der Nähe der Wohnung meiner Mutter. Die Vermieter suchten sogar nach einem Mädchen in meinem Alter, da das Zimmer in einer Art Wohngemeinschaft war - die andere Bewohnerin der Wohnung war ebenfalls noch in der Ausbildung und 18 Jahre alt.


Nun konnte mein neues Leben voller neuer Verantwortung beginnen. Plötzlich wohnte ich alleine, ging jeden Tag in die Arbeit, machte abends den Haushalt und ging erschöpft in Bett. Mir ging es besser als die meisten erwartet hatten. In der Ausbildung wurde ich täglich gelobt und für die Momente, in denen die Sache mit meinem Vater in mir hochkam, war mein Freund für mich da. Außerdem wusste ich immer, nicht wirklich alleine zu sein. Meine Mutter habe ich nur ab und zu gesehen, denn wenn ich sie zu oft gesehen habe, kam es schon immer zu Konflikten zwischen uns. Meine Oma und K. konnte ich jederzeit anrufen, wenn ich Hilfe brauchte oder es mir schlecht ging, oder wenn ich einfach nur jemanden suchte, der mir zuhörte. Allgemein lief nun alles gut und ich genoss es, selbständig zu sein und war stolz auf das, was ich in meinem Alter schon alles konnte und wusste.


Im November 2007 gestand mir mein Freund dann, dass er mir fremdgegangen ist. Das riss mich wieder komplett von den Füßen. Das Selbstbewusstsein, das ich mir über die Zeit aufgebaut hatte, und die Zufriedenheit waren plötzlich wieder völlig zerstört. Da ich selbst immer ein extrem treuer Mensch war, hielt ich den Gedanken nicht aus, hintergangen worden zu sein und beendete die Beziehung. Die Einsamkeit, die ich danach empfand, war oft unerträglich für mich. Zwei Monate lang konnte ich fast nichts essen und nahm insgesamt 15 Kilo ab. Ich war unglücklich wie nie zuvor. Mein Freund war immer mein Halt, die Person, die bei mir war und der ich vertraute. Da ich ihn jetzt auch nicht mehr hatte, musste ich wieder oft an meinen Vater denken, der nun mit seiner Frau in München wohnte und den Kontakt zu mir verweigerte. Wir hatten schon 6 Monate keinen Kontakt mehr und ich war mir sicher, dass es ihm gut ohne mich ging. In diesen Monaten konnte mir niemand wirklich helfen.


Mehrere Wochen später ging es mir dann langsam besser und ich begann wieder Stolz zu gewinnen und die positiven Seiten der Selbständigkeit zu schätzen. Ich frischte alte Kontakte auf und vergrößerte meinen Freundeskreis. Ich begann am Wochenende wieder auf Partys zu gehen. Es war einige Zeit vergangen und meinen Freunden waren die Jugendzentren und Bars bei uns in der Gegend nicht mehr genug. Der neue Trend war es, in München in Nachtclubs zu gehen und bis in die Früh Partys zu feiern. So kam es, dass ich in einer Samstagnacht am Stachus von der Polizei aufgehalten wurde. Nachdem sie festgestellt hatten, dass ich noch minderjährig war, nahmen die Polizisten mich mit auf ihr Revier und riefen bei meiner Mutter an. Wenn es um Gesetzeswidrigkeiten ging, war meine Mutter schon immer sehr empfindlich und dieser Vorfall machte unser Verhältnis um einiges komplizierter. Es ging so weit, dass auch sie keinen Kontakt zu mir haben wollte.


Die Situation lösten wir in einem Gespräch in der Brücke Ebersberg, das von K. moderiert wurde und in dem meine Mutter und ich in Ruhe formulieren konnten, was wir uns wünschen und was uns in der Vergangenheit verletzt hat. K. gelang es, meiner Mutter meinen Standpunkt nahe zu bringen und nach dem Gespräch zeigte sie sich sehr verständnisvoll.


Am 19. August 2008 bin ich 18 geworden. Die Diskussionen über meine Erziehung mit meiner Mutter und meiner Großmutter hatten nun ein Ende.


Im Nachhinein bin ich froh über das, was passiert ist und darüber, was es mit mir gemacht hat.


Eine wahre Geschichte

Hallo ich bin Lina. Seit ich fünf bin, lebe ich bei meinem Onkel. An die Zeit davor kann ich mich kaum erinnern, doch sie muss schön gewesen sein, denn damals hatten wir noch eine heile Familie. Mit meinem Onkel verstehe ich mich gar nicht, er hasst Frauen, das sagt er selber, seine Frau ist schon vor Jahren gestorben.


Früher hat er meine Schwester und mich oft geschlagen und alle Welt wusste davon, unsere Verwandten, einige Freunde, doch keiner tat etwas dagegen. Irgendwann glaubte ich, das gehöre einfach dazu, das Prinzip von Aktion und Reaktion, von Ursache und Wirkung. Wenn ich etwas tat, dann wurde ich bestraft, so war das nun mal. Ich will nicht bestreiten, dass wir manchmal auch schöne Augenblicke hatten, aber das woran man sich nun einmal zu allererst erinnert, sind die schlechten Zeiten. Als ich dann begriff, dass Schläge nicht normal waren in anderen Familien, ich mich jedoch zu der Zeit noch nicht traute aufzbegehren, begann ich ganz instinktiv möglichst vielen Leuten davon zu erzählen, in der Hoffnung, dass die etwas dagegen unternehmen würden. Doch ich hatte mich verrechnet ...... KEINER half mir.


Schließlich verstand ich: Ich musste mir selbst helfen. Im Alter von 17 Jahren lief ich von Zuhause weg, mit der Absicht nie wieder nach Hause zurückzukehren. Doch auch diesmal klappte es nicht so, wie ich mir das gedacht hatte. Zwar fand ich in einem Mädchenwohnheim einen Platz für mehrere Tage, doch es war klar, dass ich dort nicht lange bleiben konnte. Ich war fast 18 und somit nicht mehr im Zuständigkeitsalter für ein Mädchenwohnheim, hatte keinen Job und war eigentlich absolut unselbstständig. Wie ein geprügelter Hund kam ich nach Hause zurück, all meine Hoffnungen gingen den Bach runter, mein Stolz mit Füßen getreten. Ich war so wütend auf mich, dass ich es nicht geschafft hatte; aber immerhin, eines hatte meine verplante Flucht bewirkt: Nun wusste auch das Jugendamt davon und mein Onkel hatte mir versprechen müssen, dass er in psychiatrische Behandlung ging, was er bis dahin strikt abgelehnt hatte. Und das Jugendamt lud uns zu einem gemeinsamen Gespräch ein und vermittelte uns K., eine Mitarbeiterin eines vom Jugendamt geförderten Vereines namens "Die Brücke". Erst einmal war ich skeptisch. Vor meinem inneren Auge entstand das Bild einer älteren, strengen, lehrerinnenhaften Frühpensionärin, die in ihrer Freizeit Hunde ausführt und eben auch mal mit Kindern über deren Leben labert. Oder die Bastelgruppen leitet, bei denen dann später Experten mittels der Fensterfarbenbilder der Kinder deren psychische Verfassung analysieren.


Ich war dann angenem überrascht, dass am entscheidenden Tag eine mittelgroße, freundliche Mutter zweier Kinder vor uns stand. Sie meinte, sie fungiere als eine Art Medium zwischen meinem Onkel und mir, damit Probleme in der Familie, die sonst unausgesprochen blieben, nun endlich auf den Tisch kämen. Und so war es dann auch: Es wurden Themen angesprochen, wie Discobesuche, mehr Unabhängigkeit voneinander, unkontrollierte Wutausbrüche seinerseits, Haustiere, Schulwechsel usw. Natürlich löste sich nicht jedes dieser Probleme gleich in Luft auf, vieles ist jetzt besser, bei manchen schlossen wir Kompromisse, bei anderen Sachen blieb er unnachgiebig. Mit der K. treffe ich mich seitdem etwa alle zwei bis drei Wochen, außerhalb unseres Hauses, meist in einem Café. Na ja und dann im Café reden wir über dies und das: Schule, Freizeit, Freunde, meinen Onkel. Es gibt kaum etwas, das ich ihr nicht erzähle. Sie hat fast immer Ratschläge, Tipps, Telefonnummern oder Connections, die mir weiterhelfen. Sie organsiert viel für mich und erreicht auch viel, wie z.B. mein völlig unmöglich erscheinender Schulwechsel (es gefällt mir sehr gut da) oder Discobesuche. Ich kann mit ihr über fast alles reden, wie mit einer mütterlichen Freundin. Es baut einen auf, jemanden zu haben, mit dem man so offen reden kann und der nicht zur Familie gehört und oft tut es auch gut, einfach mal Dampf abzulassen. Ich verstehe mich echt gut mit ihr und wüsste gar nicht, was ich ohne sie machen sollte.


Danke K. für Alles!